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Grundschulzentrum Robert Reiss in Bad Liebenwerda ist Verbraucherschule

02.12.2016

Bad Liebenwerda Heute erhält das Grundschulzentrum Robert Reiss in Bad Liebenwerda eine besondere Auszeichnung. Als einer von drei Schulen in Brandenburg wird der Einrichtung der Titel "Verbraucherschule silber" verliehen. Damit wird die praxisnahe Vermittlung von Alltagskompetenzen geehrt.

Wie surfe ich sicher im Internet? Was bedeutet gesunde Ernährung? Wie gehe ich mit meinem Geld um? Diese Fragen der Verbraucherbildung sind schon für Kinder wichtig. Das Grundschulzentrum Robert Reiss in Bad Liebenwerda hat daher die Themen Finanzen, gesunde Ernährung, Medien und Konsum in den Schulablauf aller Klassenstufen integriert. "Unser Ziel ist es, den Schülern wichtige Alltagskompetenzen praxisnah und anschaulich zu vermitteln", erklärt Doris Keilwagen, Konrektorin des Grundschulzentrums. So sollen die Kinder auf die Berufswelt und unterschiedliche Lebenssituationen vorbereitet werden. Dafür wird die Einrichtung heute in Potsdam vom Bundesverband der Verbraucherzentrale mit dem Titel Verbraucherschule ausgezeichnet.

Seit 2014 hat das Grundschulzentrum in Bad Liebenwerda Verbraucherthemen verstärkt in den Schulalltag integriert. Startschuss war eine Initiative des Bildungsministeriums. "Es gab auch vorher schon Projekte und Unterrichtsinhalte dazu. Aber es hat sich gezeigt, dass diese vertieft werden sollten", erklärt Doris Keilwagen. Seitdem sind neue Aufgaben und Ideen dazu gekommen.

Insbesondere der richtige Umgang mit Medien sei dabei immer wichtiger geworden, so Doris Keilwagen. Schon frühzeitig kommen Kinder heutzutage mit Handy und anderen mobilen Endgeräten in Berührung. "Unsere Aufgabe ist es, die Kinder auf die Gefahren vorzubereiten und zu zeigen, wie das Internet sicher genutzt werden kann", sagt Doris Keilwagen. Gemeinsam mit René Schöne vom Kreisjugendring werden Schüler und auch Eltern seit dem vergangenen Jahr über das Thema Cybermobbing aufgeklärt. "Wir wollen das auch auf die vierten Klassen ausdehnen", sagt die stellvertretende Schulleiterin.

Weitere Anknüpfungspunkte finden sich im Rahmen des WAT-Unterrichtes. Schüler der fünften und sechsten Klassen erkunden mit dem Projekt "Berufsperspektiven auf dem Land" gemeinsam mit dem Verein "Schwalbennest" aus Möglenz verschiedene Berufsfelder wie Landwirtschaft, Tourismus und Handwerk. "Damit werden Neigungen schon frühzeitig erkannt. Die Ergebnisse leiten wir an die weiterführenden Schulen weiter, damit sie in den Berufswahlpass integriert werden", sagt sie. Gleichzeitig wird den Schülern ein Verständnis für Lebensmittel und Ernährung vermittelt. Sie besuchen regionale Produzenten oder stellen selbst beispielsweise Traubensaft her. In einem Versuch müssen die Kinder außerdem ein Zeltwochenende organisieren und die Versorgung dafür planen. "Sie setzen sich dabei mit Preisen und verschiedenen Einkommensarten auseinander. Dabei haben sie unter anderem festgestellt, dass es günstiger ist, wenn Brötchen selber gebacken werden", so Doris Keilwagen.

Die vorhandenen Angebote sollen nun mit einem Konzept fächerübergreifend untersetzt werden. "Unser Ziel ist es, auch die goldene Auszeichnung zu erhalten", sagt die Konrektorin.

Quelle: Lausitzer Rundschau (Anja Brautschek)

 

Verbraucherbildung

 

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